Oliver: Warum Schwarzweiß Fotografie? — dubh agus geal

Oliver: Warum Schwarzweiß Fotografie?

Fotografieren an der Saligo Bay - Isle of Islay / Schottland
Oliver mitten in den Wellen an der Saligo Bay auf Islay

Manche Fotografen tun sich tatsächlich schwer mit Schwarzweiß Fotografie. Für mich ist es jedoch das perfekte Medium um mich auszudrücken.

Farbfotografien erfordern meist eine sehr gute Lichtsituation. Bei schlechtem Licht verblassen Farben, das Bild wird uninteressant. Schwarzweiß kann jedoch sehr gut mit den verschiedenen Situationen umgehen. Ein typischer Novembertag, der Himmel ist ein durchgängiges grau, kein „Wolkenspiel“ – in Farbe eher langweilig, in schwarzweiß ein einheitlicher Hintergrund mit dem man fabelhaft arbeiten kann. Auch kann das „schlechte“ Licht perfekt für eine etwas düstere Stimmung genutzt werden. Das Licht sieht man differenziert. Das gute oder schlechte Licht gibt es nicht mehr. Man setzt es entsprechend ein. Du spielst einfach mehr damit.

A stone at Saligo BayEinen weiteren Vorteil sehe ich in der Fokussierung auf das Objekt oder die Komposition. Man beschäftigt sich also zwangsläufig mehr mit dem Kernthema, dem gewünschten Ausdruck seines Fotos. Schwarzweiß sorgt für wenig Ablenkung, ist kompromisslos. Bei einem Portrait ist schwarzweiß einfach ehrlich, bei der Landschaftsfotografie lässt es die Landschaft für sich sprechen. Muster, Schatten und Formen treten viel wahrnehmbarer hervor.

Es mag weiterhin etwas gegensätzlich klingen: ich mag die Variation der Töne. Auch hier gibt es keine Ablenkung durch Farben und man hat die feinen, aber doch deutlichen Nuancen der Graustufen, viele Schatten dazwischen. Du kannst mit schwarzweiß so viel erschaffen: Harte, starke, kontrastreiche Fotos aber auch weiche, dezente und subtile Bilder.

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